Fünf Beziehungen, ein paar synthetische Nachrichten — nur Mias Seite zählt für ihren Zwilling.
Der digitale Zwilling
Der Fall Mia: rechne im Browser aus, wie ihr Zwilling vom Gegenüber abhängt.
Ein digitaler Zwilling ist nie das Bild eines Menschen allein — er ist das Bild einer Beziehung. Hier siehst du das schwarz auf weiß: Dieselbe Mia zeigt mit jeder Person eine andere Mischung der fünf Symbionten-Rollen. Der Python-Code aus dem Buch läuft direkt in deinem Browser; du musst nichts installieren.
Die Werkstatt
Vier Zellen, ein gemeinsames Gedächtnis. Was du oben berechnest, steht unten noch zur Verfügung — führe sie deshalb von oben nach unten aus.
Für jede Rolle eine kleine Liste verräterischer Wörter. (Rollen, keine Etiketten für Menschen — siehe Kapitel 6.)
signalwoerter.Für jede Beziehung: zähle die Treffer pro Rolle und rechne sie in Prozent um. Das Aggregat ist der Mittelwert über alle Beziehungen.
Ein Balken je Beziehung, unten das Aggregat. Beim ersten Mal lädt matplotlib kurz nach.
Zum Ausprobieren
Ändere in Schritt 1 eine von Mias Nachrichten — etwa an die Mutter — so, dass sie mehr gibt als nimmt. Führe Schritt 3 und 4 erneut aus: Wie stark sinkt der rote Egel-Anteil, und wie verschiebt sich das Aggregat?
Oder trag in Schritt 1 deine eigenen (freiwillig geteilten, anonymisierten) Chats ein. Zwei Lehren aus dem Buch prüfst du damit selbst: Der Zwilling hängt am Gegenüber, und ein guter Zwilling ist ein Aggregat — aber selbst das Aggregat verschweigt, wie verschieden ein Mensch von Beziehung zu Beziehung ist.